Bodymapping

Das digitale Bodymapping ist eine erweiterte Form der Hautkrebsvorsorge zur strukturierten Verlaufskontrolle von Muttermalen und anderen pigmentierten Hautveränderungen.

Dabei werden hochauflösende Ganzkörperaufnahmen erstellt und digital gespeichert.


Ziel des Bodymappings

Das Verfahren dient nicht nur der einmaligen Beurteilung, sondern vor allem dem Verlaufvergleich über mehrere Jahre.

Durch die digitale Dokumentation können:

  • neu entstandene Hautveränderungen frühzeitig erkannt
  • minimale Größen- oder Strukturveränderungen objektiv verglichen
  • auffällige Läsionen gezielt überwacht
  • unnötige operative Eingriffe vermieden

werden.


Für wen ist Bodymapping sinnvoll?

Eine strukturierte digitale Verlaufskontrolle ist insbesondere empfehlenswert bei:

  • multiplen Muttermalen
  • atypischen Nävi
  • familiärer Belastung mit Melanom
  • früherer Hautkrebserkrankung
  • ausgeprägten chronischen UV-Schäden

Gerade bei Risikopatientinnen und -patienten ermöglicht Bodymapping eine deutlich präzisere Überwachung als die rein visuelle Untersuchung.


Medizinischer Vorteil

Während das klassische Hautkrebsscreening auf der momentanen Beurteilung basiert, erlaubt das digitale Bodymapping eine objektive zeitliche Vergleichbarkeit.

Veränderungen werden nicht nur subjektiv eingeschätzt, sondern anhand gespeicherter Referenzbilder beurteilt.

Dies erhöht:

  • diagnostische Sicherheit
  • Transparenz in der Verlaufskontrolle
  • Frühdetektion kleiner Melanome
  • Therapieplanungssicherheit

Ablauf

Im Rahmen des Bodymappings erfolgen:

  • standardisierte Ganzkörperaufnahmen
  • ggf. dermatoskopische Detailaufnahmen auffälliger Läsionen
  • digitale Archivierung
  • strukturierte Verlaufskontrollen in individuell festgelegten Intervallen

Abrechnung

Das digitale Bodymapping ist keine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es wird als Privat- bzw. IGeL-Leistung nach GOÄ abgerechnet, es entstehen Kosten in Höhe von 80 €.

Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in der Regel bei medizinischer Indikation.

Vor Durchführung erfolgt eine transparente Aufklärung.

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