Laborkontrollen
Laboruntersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der differenzierten Abklärung dermatologischer Erkrankungen.
In unserer Praxis erfolgen Laborkontrollen nicht pauschal, sondern indikationsbezogen nach standardisierten diagnostischen Schemata.
Ziel ist es, häufige systemische Auslöser oder Begleiterkrankungen frühzeitig zu erkennen und Therapien sicher zu steuern.
Labordiagnostik bei entzündlichen Hauterkrankungen
Chronisch-entzündliche Dermatosen wie Psoriasis, Hidradenitis suppurativa oder atopische Dermatitis können mit systemischer Entzündungsaktivität oder metabolischen Begleiterkrankungen assoziiert sein.
Je nach Befund werden unter anderem erhoben:
- Entzündungsparameter (CRP, BSG)
- Blutbild
- Leber- und Nierenwerte
- Lipidstatus
- Blutzucker / HbA1c
- Vitamin-D-Status
Diese Parameter dienen sowohl der Differenzialdiagnostik als auch der Therapiekontrolle.
Labordiagnostik bei chronischem Juckreiz und Urtikaria
Chronischer Pruritus oder Urtikaria können Ausdruck systemischer Ursachen sein.
Je nach klinischer Situation erfolgt eine Abklärung unter anderem von:
- Schilddrüsenfunktion
- Autoimmunparametern
- Leber- und Nierenwerten
- Entzündungsparametern
- Gesamt-IgE
- ggf. ergänzende allergologische Parameter
Ziel ist der Ausschluss internistischer oder immunologischer Ursachen.
Rheumatologische Mitabklärung
Bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder andere entzündlich-rheumatische Erkrankungen kann eine ergänzende Labordiagnostik erfolgen:
- Rheumafaktor
- Anti-CCP-Antikörper
- HLA-B27
- Entzündungsparameter
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt bei Bedarf mit Rheumatologie.
Laborkontrollen vor Beginn einer Systemtherapie (z. B. Biologika)
Vor Einleitung einer immunmodulierenden Therapie sind strukturierte Basisuntersuchungen erforderlich.
Hierzu gehören unter anderem:
- Blutbild
- Leber- und Nierenwerte
- CRP
- Hepatitis-Serologie
- Tuberkulose-Screening (z. B. IGRA)
- ggf. HIV-Test
- Schwangerschaftstest (bei entsprechender Indikation)
Während der Therapie erfolgen regelmäßige Kontrollen gemäß Leitlinien und Fachinformation.
Labordiagnostik bei Haarausfall
Haarausfall kann vielfältige Ursachen haben.
Zur differenzierten Abklärung können unter anderem bestimmt werden:
- Ferritin
- Schilddrüsenparameter
- Vitamin D
- Zink
- ggf. Hormonstatus
Die Diagnostik erfolgt strukturiert entsprechend klinischem Befund.
Vitamin- und Mineralstoffstatus
Bei chronischen Hauterkrankungen, rezidivierenden Infektionen oder therapieresistenten Verläufen kann eine gezielte Überprüfung ausgewählter Mikronährstoffe sinnvoll sein.
Hierbei werden nur klinisch relevante Parameter erhoben – keine pauschalen „Screening-Pakete“.
Standardisierte Diagnostik statt Zufallsbefunde
Unsere Labordiagnostik folgt klar definierten Schemata zur Identifikation der häufigsten systemischen Mitursachen dermatologischer Erkrankungen.
Ziel ist:
- strukturierte Differenzialdiagnostik
- sichere Therapieführung
- frühzeitiges Erkennen von Begleiterkrankungen
- leitliniengerechtes Monitoring
Laboruntersuchungen erfolgen indikationsbezogen und transparent.
